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Aktuelle Entwicklungen um philippinische LKW-Fahrer in Ense (NRW):

„Kurt Beier“-Chef äußert sich erstmals und kündigt weitere Besserungen an

Esbjerg, 6. Dezember 2018. Anfang November untersuchte der deutsche Zoll Arbeitsbedingungen von philippinischen LKW-Fahrern des polnischen Fuhrunternehmens HBT int. Transporte Sp.Zo.o., die zum dänischen Logistikdienstleiter Kurt Beier Transport A/S gehört. Schwerpunkt der Untersuchungen dabei war, ob die Fahrer den Mindestlohn erhielten. Seitdem verharren die Trucker auf einem Betriebsgelände in Ense (NRW). Die Diskussion über die weitere Beschäftigungsmöglichkeit der Fahrer bestimmt nunmehr das Tagesgeschehen.

 

Erstmals äußert sich jetzt „Kurt Beier“-Chef Karsten Beier:

„Die Entwicklungen der vergangenen Wochen bedauere ich sehr. Wichtig ist mir gleich vorweg zu sagen: Die weitere Situation darf nicht auf dem Rücken der LKW-Fahrer ausgetragen werden. Am 4. November haben wir bereits versucht, vor Ort das gemeinsame Gespräch zu suchen. Dies hat die holländische Transportarbeitergewerkschaft FNV leider nicht zugelassen, was mich persönlich schwer enttäuscht hat.

Als vor fünf Wochen die Untersuchungen begannen, haben auch wir unmittelbar ein externes Gutachten in Auftrag gegeben, in welchem die Gehälter aller unserer Fahrer rückwirkend überprüft wurden. Sollte die abschließende Prüfung ergeben, dass Mindestlohnanforderungen unterschritten wurden, werden wir hierauf sofort reagieren. Denn selbstverständlich soll jeder unserer Mitarbeiter entsprechend entlohnt werden. Umso mehr bedauere ich, dass hier vor dem Streik keine Kommunikation seitens der Fahrer oder der Gewerkschaften stattfand und wir so vorab keine Möglichkeit hatten, im Miteinander alles zu lösen. Gerne würden wir darüber hinaus unsere philippinischen Kollegen auch weiterhin beschäftigen. Durch den auf uns völlig unverhältnismäßig ausgeübten Druck seitens der Gewerkschaft, ist uns dies wirtschaftlich nun aber regelrecht kaum mehr möglich.

Vor diesem Hintergrund versuchen wir derzeit, die schwierigen Lebensumstände unserer Fahrer in Ense spürbar zu verbessern. Wichtig ist mir zu betonen, weil hier in der bisherigen Medienberichterstattung teils ein anderer Eindruck erweckt wurde: Unsere Fahrer besitzen sowohl eine polnische als auch zusätzlich eine private Auslandskrankenversicherung. Darüber hinaus sind sieben der acht philippinischen Fahrer erst seit wenigen Monaten für uns tätig (und nicht bereits seit bis zu 18 Monaten). Und ebenso möchte ich gern klarstellen, dass es keinerlei gravierende Verstöße bei der Über- bzw. Unterschreitung von Lenk- und Ruhezeiten gab. Dies ergab die Analyse der digitalen Daten.

Die Gewerkschaft FNV rufe ich zu einem geordneten Dialog auf. Der bisherige Umgang über die Medien vermittelt mir bedauerlicherweise eher den Eindruck, als dass Politik auf dem Rücken unserer Fahrer betrieben werden soll. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass eine zeitnahe, gute und gemeinsame Lösung gefunden wird.“

Über Kurt Beier AS:

Kurt Beier Transport A/S ist eines der führenden Transportunternehmen in Dänemark. Das Familienunternehmen wurde 1979 von Kurt Beier persönlich gegründet und im Jahr 2013 von seinen Kindern weitergeführt. Der Betrieb beschäftigt inklusive Fahrern 600 Mitarbeiter.

Medienkontakt:

CONSILIUM Rechtskommunikation GmbH
Kurfürstendamm 56
10707 Berlin
030 - 94 87 1960

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